Ausstellung

Die Ausstellung "Geschichten, die fehlen" wird vom 29.11.2019 bis zum 10.05.2020 im Stadtmuseum Halle gezeigt. Das Begleitprogramm, Hinweise zur Barrierefreiheit und die Ausstellungstexte als barrierefreie PDF's finden Sie am Ende der Seite.

Geschichten, die fehlen

„Einfach dabei sein können“ ist ein oft gehörter Wunsch von Menschen mit Beeinträchtigungen. Das Stadtmuseum Halle verfolgt bereits seit Jahren barrierefreie Ansätze. Doch was ist darüber hinaus notwendig? Wie können beeinträchtigte Menschen in der Stadtgeschichte sichtbar werden?

Mit dieser Ausstellung beginnt das Stadtmuseum Halle, die Geschichten behinderter Menschen zu erzählen. Wie leben heute Menschen mit Beeinträchtigungen in Halle? Wie lebten sie vor 100 Jahren? Die  "Geschichten von heute" und die "Geschichten von früher" geben Einblicke in Lebenswelten behinderter Menschen.

Vier Playmobilfiguren auf zwei Rampen. Ein Kind im Rollstuhl wird von einer Skaterin geschoben. Eine Frau im Rollstuhl am Fuß der Rampe. Ein Mann mit Skateboard fotografiert.

Geschichten von heute

35 Hallenserinnen und Hallenser haben Dinge und ihre Geschichte ins Stadtmuseum gebracht. Sie berichten aus dem Alltag, aus dem Familienleben, von der Arbeit, von Hobbys oder von persönlichem Engagement. Zum Beispiel Pauline B. ...

Pauline B. balanciert im Rollstuhl auf den Hinterrädern
Im Skatepark

Jeder kann skaten, egal auf welchen Rollen

Die Geschichte von Pauline Bendt beschreibt ihr neues Lebensgefühl, seit sie skatet. Sie schätzt die Gemeinschaft auf dem Skateplatz: Es ist egal, auf welchen Rollen man unterwegs ist, wie alt man ist oder ob man eine Beeinträchtigung hat. Die Figuren der Playmobilgruppe zeichnen ihre Entwicklung nach. In der Ausstellung ist Pauline Bendt im Videointerview zu sehen.

Geschichten von früher

Im historischen Ausstellungsteil trägt das Museum in 15 Kapiteln erstmals Geschichten zusammen, die Auskunft geben über das Leben beeinträchtigter Menschen in der Stadtgeschichte von Halle. Die Themen reichen vom halleschen Original Zither-Reinhold über die sogenannte „Blindenware“ bis hin zur Betreuung von Menschen mit seelischen und geistigen Beeinträchtigungen zu DDR-Zeiten. Der zeitliche Schwerpunkt liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert.

Zum Beispiel: Wofür steht "Scona Variant"? 

Rote Box mit schwarzem Deckel. Würfelform, drehbar gelagert. An vier Seiten sind Aussparungen für jeweils fünf Magnetbandkassetten.
Kassettenbox Scona Variant

Industrieprodukte und Blindenware

Die Kassettenbox fand sich in der 80er Jahren in vielen Haushalten der DDR. Die Einzelteile aus Kunststoff wurden in den Plastwerken Halle-Ammendorf hergestellt. Beschäftigte der Produktionsgenossenschaft des Blindenhandwerks montierten die Boxen. Mit den Aufgaben für die Industrie fand eine Umorientierung von den traditionellen Berufen für Blinde, wie z.B. Bürstenmacher statt.

flache Kleiderbürste mit schwarzen Borsten und Holzgriff mit der Aufschrift: Kauft Blindenware
Die Aufschrift "Kauft Blindenware" ruft zur Unterstützung des Blindenhandwerkes durch Kauf der Produkte auf.

Downloads

Hier finden Sie das Begleitprogramm, Hinweise zur Barrierefreiheit und die Ausstellungstexte als barrierefreie PDF's.

> Begleitprogramm (PDF, 0.05 MB)

> Einführung und Barrierefreiheit (PDF, 0.05 MB)

> Geschichten von früher (PDF, 0.5 MB)

> Geschichten von heute (PDF, 0.7 MB)