Stammtisch vom 01.08.2019

01.08.2019
Eine Qigong-Geste. Eine Frau im Rollstuhl schwenkt mit dem fast ausgestreckten linken Arm eine Peitsche über ihrem Kopf. Sie folgt der Bewegung mit ihrem Blick. Der rechte Arm ist leicht angewinkelt nach vorn vom Körper weg gehalten..
Qigong mit Peitsche

Was hat das Wudang-Gebirge mit einer Frau aus Halle zu tun und was bedeuted „Dong bu dong“? Bevor wir die Antworten erfahren, schauen wir uns ein wunderschönes Objekt an: Es ist eine Peitsche mit einem reich verzierten Holzgriff. An seinem Ende ist ein Büschel weißes Pferdehaar eingefasst. Die Peitsche wird nicht verwendet, um Tiere zu erziehen. Höchstens Fliegen werden damit vertrieben. Im „Qigong“ ist die Peitsche ein Trainingselement. „Qigong“  - das ist eine chinesische Bewegungsform, die mit körpereigener Energie arbeitet. Petra Wenzel praktiziert Qigong seit vielen Jahren. Vor ihrer Erkrankung besuchte sie das Wudang-Gebirge in China. Von dort kommt das Qigong. Seit Frau Wenzel im Rollstuhl sitzt, führt sie ruhigere Übungen aus. „Dong bu Dong – Schritt für Schritt“ ist dabei ihr Motto.

Eine runde PVC-Platte mit stilisiertem Tanzpaar auf grauem Hintergrund. Die Tänzer halten sich an den Händen der nach oben ausgestreckten Arme. Einer sitzt im Rollstuhl, der andere steht. Aufschrift: TG mit Rollschritt

Auch das zweite Objekt hat mit Bewegung und Energie zu tun: jahrelang diente es als Speichenschutz für einen Tanzrollstuhl. Viel Enthusiasmus steckt Annett Melzer in den  Rollstuhltanz, der Menschen mit und ohne Rollstuhl in Bewegung bringt . Das Einstudieren von Choreografien und die Auftritte machen vielen Menschen Spaß – sodass inzwischen eine zweite Tanzgruppe gegründet wurde. Wir freuen uns auf einen Auftritt zur Ausstellungseröffnung am 28. November im Stadtmuseum!