"Können wir die Idee klauen?"

04.03.2020
Gruppenbild mit 12 Menschen in der Ausstellung, darunter Ausstellungsbeteiligte, Petra Grimm-Benne und Marcus Graubner
Geschichten, die nicht mehr fehlen - Ausstellungsbeteiligte trafen Petra Grimm-Benne und Marcus Graubner im Stadtmuseum Halle

Die Antwort auf Marcus Graubners Frage war ein vielstimmiges "JA!" und ein großes Kompliment für die Beteiligten der Ausstellung "Geschichten, die fehlen". Denn wenn auf Anregung des Vorsitzenden vom Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland an vielen Orten Geschichten behinderter Menschen an die Öffentlichkeit geraten, ist das Gewinn für alle. Behinderten Menschen verhilft sie zu mehr Sichtbarkeit und bei nicht behinderten Menschen werden Berührungsängste abgebaut.

Marcus Graubner war die Begeisterung für die Ausstellung anzumerken. Dass Barrierefreiheit so konsequent umgesetzt wird, hat er selten gesehen. Er und die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne hatten sich viel Zeit genommen, um den Menschen zuzuhören, die ihre Geschichten beigetragen hatten und das Museumsteam bei der Umsetzung berieten. Dass von ihnen außerdem auch Veranstaltungen im Begleitprogramm gestaltet wurden und werden, hat die Ministerin beeindruckt. Zeigt es doch, wie vielfältig die Zusammenarbeit läuft.

eine Gruppe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sprechen miteinander in der Ausstellung, in der Bildmitte Marcus Graubner, Petra Grimm-Benne und Jane Unger
Beim Ausstellungsrundgang stellten die Menschen aus der Ausstellung ihre Geschichten vor

Wie werden sich die "Geschichten, die fehlen" auf weitere Ausstellungen im Stadtmuseum auswirken? Das Museumsteam ist sich bewusst, dass nicht nur die Barrierefreiheit schon in der Konzeptphase eine wichtige Rolle spielen muss. Wenn die Hallenserrinnen und Hallenser aufgerufen sind, eine Ausstellung mitzugestalten, sind auch Sichtweisen beeinträchtigter Menschen gefragt. Von Seiten des Stadtmuseums stehen ihnen die Türen weit offen.

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