Benjamin Schmidt: Schon immer ein Krüppel

21 Januar
Termin
Ort
Stadtmuseum Halle - Sonderausstellung

Lesung und Gespräch mit dem Autoren zu seinem autobiografischen Roman "Schon immer ein Krüppel"

Benjamin Schmidt, geboren 1989 in Pößneck, ist seit 2009 inkomplett Querschnittslähmung und im Rollstuhl unterwegs. Dicht an dieses Ereignis geknüpft ist seine schriftstellerische Tätigkeit. Von ihm erschienen verschiedene Lyrikbände und Romane. Im Dezember 2019 erschien "Fuck[dis]Ability" (Erotische Kurzgeschichten über Sexualität, Liebe, Selbstbestimmung und Behinderung).

In seinem 2015 erschienenen Roman „Schon immer ein Krüppel“ hat er seine Querschnittslähmung zum Thema gemacht. Schnell wird klar, dass es mit der Einschränkung der Gehfähigkeit nicht getan ist. Der Autor nimmt den Leser mit bei allen Eventualitäten oberhalb und unterhalb der Gürtellinie und schildert ein bewegtes Leben zwischen Alltag und Abenteuer. Er erzählt vom Fremdsein im eigenen Körper, von Familie, die trägt, aber auch anstrengend ist, von neuen und sich auflösenden Freundschaften, von „Sex, Drugs und Rock’n Roll“ und von der Liebe, die über ihn hereinbricht.

„Treffend ehrlich und mit schmerzhafter Offenheit entkleidet der Künstler den Menschen und blickt dabei so tief in persönliche und gesellschaftliche Abgründe, dass der ein oder andere sich schamhaft Augen und Ohren zuhalten möchte. Doch mit seinen Worten reißt er sich und seine Leser aus jeglicher schützender Deckung und schafft Platz für ein ganzes Konglomerat an Emotionen [...] Trotz des persönlichen Hintergrunds und den drastischen Beschreibungen der doch sehr sensiblen Thematik, gelang ihm mit schwarzem Humor und erfrischender Unbefangenheit eine hinreißende Geschichte über den Umgang mit gesunden Menschen und die Schönheit des Makels.“ derschwarzesalon.de

Benjamin Schmidt und lebt und arbeitet als Grafiker, Musiker und Schriftsteller in Berlin.

    Benjamin Schmidt im Rollstuhl sitzend auf einer asphaltierten Fläche. Aufnahme im Halbprofil. Die Haare seitlich geschoren, Piercings im Gesicht und an den Ohren, auf dem Oberkörper ein Tattoo.

    Gebühr: 3,00 € (einschließlich Besuch der Sonderausstellung am Veranstaltungstag)

    Werke des Autoren können zur Veranstaltung käuflich erworben werden.

    Der Eingang zum Stadtmuseum Halle befindet sich hofseitig. Ein Aufzug führt direkt in die Sonderausstellung „Geschichten, die fehlen – von Menschen mit Beeinträchtigungen“.

    Hinweise zur Barrierefreiheit

    • mobile Hörschleife vorhanden
    Webflyer mit Veranstaltungshinweis, gestaltet unter Verwendung des Buchtitels.